Schwindel (Vertigo) und Halswirbelsäule

 

Schwindel ist primär ein Symptom das bei Störungen des Gleichgewichtssystems entsteht.
Hier ist er vor allem dem Innenohr, den Augen und den diese Signale verarbeitenden Bereichen im Gehirn zuzuordnen.
Auch innere Erkrankungen, Medikamente oder Stoffwechselstörungen können Schwindelsymptome verursachen.

Aus der Erfahrung in der ärztlichen Praxis ist aber gut bekannt (und in der Regel medizinisch anerkannt), dass Schwindelsymptome auch durch Störungen der Halswirbelsäule entstehen können.

Im Gegensatz zu den Ursachen des Schwindel im Innenohr und im Nervensystem, gibt es jedoch keine Untersuchung, die eindeutig nachweisen kann, dass der Schwindel tatsächlich durch die Halswirbsäule ausgelöst wird. Die Halswirbelsäule sollte deshalb nur dann als Ursache des Schwindels in Betracht gezogen werden, wenn sich in den anderen, vorrangigen Bereichen, keine Erklärung findet.
Für unser Vorgehen bedeutet dies, dass wir bei Schwindel eine Untersuchung der Halswirbelsäule nur dann empfehlen, wenn alle anderen Ursachen vorher fachärztlich ausgeschlossen wurden.
Hierfür ist eine HNO-ärztliche, augenärztliche und neurologische Untersuchung erforderlich.
Ebenfalls sollte eine aktuelle internistische Untersuchung, insbesondere zur Überprüfung der Blutwerte und des Blutdrucks, erfolgt sein.

Wenn diese Untersuchungen unauffällig sind, ist eine weitere Diagnostik der Halswirbelsäule auch bei Schwindel zu empfehlen.
Denn insbesondere funktionelle Störungen der oberen Halswirbelsäule und des Kopfes können sich störend auswirken.

Zum Seitenanfang