Triggerpunkte und Muskelverhärtung als Ursache von Nackenschmerzen

Ultraschall-Elastografie der Nackenmuskeln und Faszien

Schmerzen in der Muskulatur, druckschmerzhafte Punkte (Triggerpunkte), Steifigkeitsgefühl oder Verspannungen im Nacken können durch Veränderungen der Muskeln entstehen.
Mit Ultraschall können wir die Muskeln im Nacken optimal untersuchen.
Mit der Ultraschall-Elastographie können wir sogar die Elastizität und Weichheit der Muskulatur messen.

Triggerpunkte - Verfestigungen in der Muskulatur

Lange bevor die Forschungen zu Veränderungen der Faszien enstanden, hatte man  Verhärtungen und druckschmerzhafte Punkte in der Muskulatur, die Triggerpunkte, untersucht. Simon und Travell veröffentlich 1983 hierzu das revolutionierende Manual der Triggerpunkte. Häufige Ursachen für Triggerpunkte sind akute oder chronische Überlastungen, Überdehnungen durch Unfälle oder Verletzungen der Muskulatur.

Welche Symptome deuten auf Triggerpunkte und muskuläre Ursachen von Nackenschmerzen?

  • Muskelverspannungen
  • Steifigkeitsgefühl der Nackenregion
  • Feste oder verquollene, zum Teil schmerzhafte Punkte oder Areale in der Muskulatur
  • Reduzierte oder verstärkte Schmerzreaktion beim Druck auf die verspannten Bereiche
  • Verbesserung durch leichte Bewegung
  • Eingeschränkte oder asymmetrische Beweglichkeit

Welche Untersuchungstechnik wird für dieses Modul genutzt?

High Resolution Ultraschall mit Scherwellen-Elastographie

Mit der neuesten Generation der Ultraschallgeräte, die mit einer hochauflösenden Technik ausgestattet sind, ist es möglich, sowohl die Dicke als auch die Elastizität von Muskeln, Sehnen und Faszien objektiv darzustellen. Mit der Methode der Scherwellen-Elastographie wird bei der normalen Ultraschalluntersuchung zusätzlich die Elastizität des Gewebes gemessen. Die Messung wird farbkodiert: Bei entspanntem/weichem Gewebe sind die Reflexe in der Scherwellen-Untersuchung gering (blaue-grüne Färbung). Je fester das Gewebe wird, desto mehr wird die Farbcodierung verschoben (in die gelb-rote Färbung). Hiermit lassen sich lokale Faszienverhärtung und Triggerpunkte darstellen.

Weitere Informationen und Beispiele

Untersuchungsbeispiel einer Scherwellen-Elastographie

Verhärtete Triggerpunkte des Musculus Trapezius

Weitere Informationen und Beispiele

Welche Folgerungen und Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Untersuchungsergebnissen?

Je nachdem welche Region betroffen ist, ob Triggerpunkt, innere oder äußere Faszienschicht, empfehlen sich unteschiedliche Behandlungsarten:

  • Osteopathie (sog. myofasziale Techniken)
  • Stoßwellentherapie (Triggerstoßwelle in Kombination mit radialer Faszien-Stoßwelle)
  • Akupunkturbehandlungen (insbesondere Dry needling der Triggerpunkte)
  • Spineliner
  • Neuraltherapie
  • Selbstbehandlung mit Blackroll oder Faszienball
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