Definition:

Eine neuromuskuläre Dysbalance ist ein Ungleichgewicht der muskulären Aktivierung. Das Ungleichgewicht kann sich auf einen Seitenvergleich zwischen rechts- und linksseitiger Aktivierung oder auf die gegensätzlichen Funktionen der Muskulatur (Agonist-Antagonist), z.B. Kniegelenkstreckung und –beugung bei einer Gelenkbewegung beziehen.

Mögliche Symptome:

Infolge der muskulären Aktivierungsstörung kann es zu sehr unterschiedlichen Beschwerden der zugehörigen funktionellen Ketten mit Beteiligung von Muskulatur, Sehnen und Gelenken kommen.

Mögliche Ursachen:

Die Ursachen einer neuromuskulären Dysbalance sind sehr verschieden. Beispielsweise kann es zu einer schmerzbedingten Aktivierungshemmung einer Muskelgruppe kommen. Chronische Fehlhaltungen sind üblicherweise mit einer Aktivierungsdysbalance der Muskulatur verbunden. Auch eine einseitig reduzierte Muskelkraft z.B. nach einer Verletzung kann mit einer reduzierten Muskelaktivierung und damit neuromuskulärer Dysbalance einhergehen.

Bedeutung:

Eine neuromuskuläre Dysbalance kann neben einer muskulären Fehlbelastung zu einer asymmetrischen Gelenkbelastung und den entsprechenden Folgebeschwerden führen.

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