Tinnitus und Nacken

Der Tinnitus, ein chronisches oder wechselndes Ohrgeräusch, kann eine gravierende Belastung darstellen.

Auch wenn Ohrgeräusche selbst kein orthopädisches Krankheitsbild darstellen, können insbesondere funktionelle Störungen der oberen Halswirbelsäule und des Kopfes die Symptomatik beeinflussen. Aus diesem Grund empfiehlt sich immer eine orthopädische-osteopathische Mitbehandlung. Weitere Abklärungen müssen abhängig von der Vorgeschichte unter anderen auf Hals-Nasen-Ohren ärztlichen, internistischem oder neurologischem Fachgebiet erfolgen.

Die Ursachen für den Tinnitus sind zumeist nicht feststellbar. Oft bestehen Zusammenhänge zu einer erhöhten Stressbelastung oder Funktionsstörungen im Kopf-Hals-Bereich.

Viele Patienten bestätigen diese Zusammenhänge da sie durch bestimmte Kopfbewegungen, Kopfhaltungen, Bewegung des Kiefergelenkes oder Sitzposition die Intensität, manchmal auch den Ton, des Tinnitus verändern können.

Eine Besonderheit bzw. besondere Bedeutung hat es während der Tinnitus pulssynchron, das heißt in der gleichen Frequenz wieder Herzschlag auftritt.
In diesen Fällen kann die Ursache auch in einem zu engen Kontakt zwischen einem Nerv und einem Blutgefäß im Gehirn liegen. Medizinisch gesehen können dies Kurzschlussverbindungen zwischen Vene und Gefäß (Gefäßfistel, AV-Fistel), ein Blutschwamm (AV-Malformation), eine Gefäßeinengung (Stenose), Erweiterungen der Blutgefäße (Aneurysma), sowie verschiedene andere Normvarianten von Venen sein. Eine Besonderheit dieser Gefäßvarianten ist das Vascular-loop-Syndrom, (ACIP/AICA, PICA), hierbei sind besonders Nerven zum Ohr (Nervus vestibulocochlearis), aber auch der Nervus facialis und der Nervus trigeminus betroffen.
Bei einem pulssynchronen Tinnitus ist deshalb immer vorab eine MRT-Untersuchung des Kopfes erforderlich.

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