Modul Psychosomatik

Der Link zwischen Schmerz, Stress, mentalen und emotionalen Faktoren

Unabhängige Untersuchungen zeigen deutlich, dass sehr viele Patienten die an Nackenbeschwerden und Verspannungen leiden, über zusätzliche Symptome wie Stress, Schlafstörungen, Magens-Darm-Probleme, Reizdarmsyndrom, aber auch Allergien, Autoimmunerkrankungen z.B. der Schilddrüse und emotionale Symptome wie Angst, Panikattacken oder Depression berichten.

Eine Erklärung ist die Enge Verbindung des Nackens zum Autonomen Nervensystem (ANS), und hier insbesondere dem Vagus-Nerv.
Wie immer im Leben kann man sich diesen Verbindungen aus mehreren Richtungen nähern. Die Psychosomatik bietet dafür hervoragende und sehr gut untersuchte Möglichkeiten. Der große Vorteil: Mit den modernen psychosomatischen Therapien können Sie zusätzlich zu Übungen, Training oder Medikamenten nicht nur den Rückgang der Nackenbeschwerden unterstützen, sonndern sehr gezielt ewtas für Ihr Selbst, Ihr Wohlbefinden und Lebensglück tun.
Mit unseren 3 Bausteinen können wir mögliche Verbindungen verstehen und hilfreiche Maßnahmen für Ihr inneres Wohlbefinden entdecken.

1. Biographische Anamnese

Wir wissen heute, dass die Empfindlichkeit für Schmerzen, unsere Kompensationsmöglichkeit von Schmerzen und die gesamte Steuerung unseres autonomen Nervensystems schon sehr früh, zu großen Teilen bereits in der Schwangerschaft der Mutter, geprägt wird. Auch Erlebnisse in der frühen Kindheit, genauso wie traumatische Ereignisse im späteren Leben, können zu einer Veränderung unserer Belastbarkeit für Schmerzen und damit auch zu einer eingeschränkten Kompensation führen. Besonders traumatische Erlebnisse oder frühe Prägungen wirken fort, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Nicht zuletzt sind chronische Schmerzen an und für sich ein erheblicher Stressfaktor und können uns in unserem Inneren extrem belasten und Lebensfreude, Widerstandskraft und Energie so beeinflussen, dass Niedergeschlagenheit, Depression, aber auch Angst und Panikattacken entstehen.
Im Rahmen einer ausführlichen biografischen Anamnese überlegen wir gemeinsam, welche Faktoren möglicherweise immer noch wirken und damit die Schmerzen oder Symptome verstärken können. Sind die Situationen ersteinmal erkannt und benannt, finden sich immer auch Maßnahmen um dies zu verbessern und Belastungen loszuwerden.

2. Symptomaufstellung

Die Aufstellungsarbeit, das optische Aufstellen verschiedener Aspekte, Anteile oder Situationen durch stellvertretende Figuren, Möbel oder Menschen, hat sich als Teil einer systemischen Therapie in sehr vielen Fragestellungen und Lebensbereichen etabliert. Ihren Ursprung hat die Aufstellung in den systemischen Familientherapien. Hier wurden im Rahmen einer Gruppe Stellvertreter für eigene Familienmitglieder ausgesucht und im Raum positioniert. Damit war es möglich, Konflikte und Problemsituationen zu veranschaulichen und besser zu verstehen.
Im Verlauf hat sich die Aufstellungsarbeit auch in betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, Organisationen, auch durch Aufstellung von anderen Stellvertretern wie Spielfiguren und in der Einzelarbeit bewährt.
Eine Variante ist die Aufstellung des störenden Symptoms oder des Schmerz, hier können dann "Stellvertreter/Symbole" für verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, das weitere Vorgehen oder störende Lebenssituation aufgestellt und in ihrer Wirkung überprüft werden.
Oft lassen sich mit dieser Methode auch ganz neue Aspekte, Vorgehenswesien und unerwartete Lösungsmöglichkeiten finden.

3. Focusing

Focusing ist eine therapeutische Methode, die von Eugene Gendlin entwickelt wurde und sich seit dem weit verbreitet und weiter spezialisiert hat. Im Vordergrund steht es über ein Zustand der tiefen Entspannung eigene Ressourcen und das innere Wissen des Körpers über Heilungsmöglichkeiten zu nutzen. Im Rahmen von 3 Sitzungen erfolgt die Einführung in die Methode und ihre Anwendung auf die einschränkenden Beschwerden.
Buchempfehlung: E. Gendlin: Focusing: Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme.

Das Modul beinhaltet 3-5 Einheiten mit jeweils 1,5-2h.

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