Gedichte und Geschichten

Der Bauer und die Geschichte vom Glück und Unglück

Eine alte chinesische Geschichte erzählt von einem rechtschaffenen Bauern in einem Dorf auf dem Land.
Eines Tages lief ihm sein Pferd davon.
Seine Nachbarn aber bedauerten ihn und riefen: " Wie schrecklich, welch ein Unglück!"
Der Bauer aber antwortete nur: „Vielleicht.“

Einige Zeit später kehrte das Pferd zurück und brachte eine Gruppe weiterer Wildpferde mit.
Die Nachbarn freuten sich alle über sein Glück, aber der Bauer antwortete nur: „Vielleicht.“

Der Sohn des Bauern aber liebte das Reiten und stieg mit großer Freude auf das Pferd.
Dabei fiel er hin und brach sich das Bein.
Seine Nachbarn aber bedauerten ihn und riefen: " Wie schrecklich, welch ein Unglück!"
Der Bauer aber antwortete nur: „Vielleicht.“

Einige Zeit später wurde das Land überfallen und alle jungen Leute mussten in den Krieg ziehen.
Nur der Sohn des Bauern mit dem gebrochenen Bein nicht.
Die Nachbarn freuten sich alle über sein Glück.
Der Bauer antwortete nur: „Vielleicht.“

 

Der Weg zur Resilienz

Betrachten Sie Krisen und schwierige Zeiten als Chancen für persönliches Wachstum und zu mehr Selbsterkenntnis.
Üben Sie sich darin liebevoll mit sich selbst umzugehen und vertrauen auf Ihre inneren Fähigkeiten.
Treffen Sie aktiv Entscheidungen und akzeptieren Sie Veränderung als wichtigen Teil des Lebens.
Bauen Sie für sich soziale Kontakte auf und pflegen Sie diese.

(verändert n. American Psycholog. Association)

 

…, for there is nothing either good or bad, but thinking makes it so

William Shakespeare Hamlet, 2. Szene, 2. Aufzug.

 

"Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit."

Milton Erickson

 

Wie aber kann man sein Feind lieben?

Dazu gibt es nur einen Weg: Ihn zu verstehen.
Man muss verstehen, warum er so ist, wie er geworden ist, warum er die Dinge anders sieht als man selbst.
Ein Menschen zu verstehen verleiht die Kraft, ihn zu lieben und zu akzeptieren.

Thich Nhat Hanh

 

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke, 20.9.1899, Berlin-Schmargendorf

 

 

 

 
Zum Seitenanfang